Topfengitterkuchen

Wer mich schon etwas besser kennt der weiß – wenn süss, dann richtig süss. Und da am Liebsten TOPFEN. Für meine deutschen Leser – am Liebsten QUARK. Wobei man ja zugeben muss, dass Topfen, dann doch das schönere Wort ist. Ob Topfengolatschen, Topfen-Obersschnitte mit Mandarinen, Milchrahmstrudel, Topfenkuchen, Topfenstrudel mit Vanillesauce – mit all diesen Leckereien kann man sich bei mir ziemlich einschleimen. Mr. Bee hat das natürlich schon erkannt und schickt mir oft MMS-Bilder von den Papiersackerln diverser Bäckereien – mit der Nachricht – da hab ich Dir was mitgebracht. Jaja, der weiß einfach wie man eine Frau glücklich macht. Doch wie ist es jetzt zu diesem Topfengitterkuchen gekommen? Klarerweise muss diese Leidenschaft ja irgendwo herkommen. Wie könnte es anderes sein, ist meine Topfenleidenschaft vererbt. Mein Vater liebt den Topfen genauso wie ich, und da besonders meine überbackenen Topfenpalatschinken. Was also backen, wenn alle zu meinem Geburtstag auf Besuch kommen? Für mich und Papa – klarerweise irgendwas mit Topfen.

Irgendwann hab ich bei einem Heurigen eine Topfengitterschnitte gegessen, die mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist. Was mache ich in so einem Fall. Genau – die alten Rezeptbücher meiner Mama fragen. Nachdem ich viele Rezepte durchstöbert hatte, bin ich bei einem, das für mich recht stimmig klang, hängen geblieben. Und ich kann es schon vorweg nehmen. Sowas Fluffiges hab ich ja schon lang nicht mehr gegessen. Als würde man Wolken essen…

 Schwierigkeitsgrad: loeffel

Zubereitungszeit: inkl. Backzeit 45 Minuten

Zutaten für 1 Blech:

Teigmasse:

  • 5 Eidotter
  • 320 g Staubzucker (Puderzucker)
  • 1/8 l Öl
  • 1/8 l Wasser
  • 320 g Mehl
  • 1/2 Packung Backpulver
  • 5 Eiklar
  • Salz (Prise)

Topfenmasse:

  • 2 Packungen Topfen/Quark (insgesamt 500 g, 20% Fett)
  • 2 Eidotter
  • 70 g Staubzucker (Puderzucker)
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 2 Eiklar (steif geschlagen)

Zubereitung: 

Für den Grundteig (Teigmasse) Dotter, Staubzucker, Öl und Wasser schaumig rühren. Den Schnee mit einer Prise Salz steif schlagen. Ich schlage den Eischnee immer zuerst, anschließend auch gleich den Schnee für die Topfenmasse und dann erst die übrigen Massen (erspart das zwischenzeitige Abwaschen der Rührbesen!)

Anschließend das Backpulver in das Mehl einsieben und beides in die Dottermasse rühren. Zum Schluss vorsichtig den steifen Schnee unterheben.

Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech aufstreichen. (Auf dem Bild sieht man auch schon die gitterförmig aufgespritzte Topfenmasse.)

Foto (32)

Für die Topfenmasse den Topfen, die Dotter, den Staubzucker und ein Packerl Vanillezucker schaumig rühren. Den Eischnee wie gesagt gleich als Erstes schlagen, damit die Eischneemassen schon fertig geschlagen sind. (Info: Da man Eischnee nur schlagen kann, wenn die Rührbesen nicht verunreinigt sind, empfiehlt es sich eben, den Schnee ganz zu Beginn zu schlagen).

Diese gerührte Topfenmasse  gitterförmig auf den Rührteig aufspritzen (siehe Bild oben) und dann 35 Minuten bei ca. 180 Grad (Umluft) backen. Man kann sich hier  in seiner Kreativität ausleben und mit Sterntülle arbeiten. Dann wird das Topfenmuster natürlich etwas spektakulärer. Bzw. mehrere und dünnere Streifen ziehen.

Topfengitterschnitte

Sieht ein bisserl aus wie Buchteln. Ich kann Euch sagen. Dieser Kuchen ist ein fluffiger Traum. Die Grundmasse kann man gut für alle mögliche andere Tortenböden verwenden.

Am Schluss noch mit Staubzucker bestreuen!

Topfengitterkuchen

PS: Man könnte natürlich in die Grundmasse auch gut etwas Marmelade einspritzen bzw. gleich beim Backen Früchte (Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Mandarinenspalten etc.) in der Masse verstecken und mitbacken. Gibt immer wieder eine tolle Abwandlung. Allerdings bin ich selbst bei Topfen ja eher der Purist. Und dieser Topfengitterkuchen ist auch pur einfach ein Gedicht!

7 comments on “Topfengitterkuchen”

  1. Liebe Bine ich viele Jahre Chef Patissier gewesen und gebe dir Recht.Jeder Kuchen oder Dessert am Teller kann und soll ein Kunstwerk sein auch wenn mal etwas nicht so toll gelingt kann man mit viel Liebe zum Detail mit Obst oder Schoko Teilen und anderen Dingen was neues und spezielles machen.Du bist auf dem richtigen Weg .LG Wallner Andreas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.