Maronischnitte

Die Lieblingsschnitte von Mr. Bee ist zweifelsohne die Maronischnitte. Nachdem man nicht immer wahnsinnig viel Zeit hat, um die kunstvolle Variante zu basteln, habe ich überlegt, ob man sie nicht auch in der Form eines Kuchen machen könnte. Da steht man grad mal 1/2 Stunde in der Küche und hat eigentlich dasselbe Geschmackserlebnis. So hab ich mich am Sonntag aufgerafft zu backen. Als alles fertig war, die Erkenntnis – ich habe zu wenig Schlagobers für das Finish. 3 Bahnen gähnende Leere. Der Kühlschrank wurde 3x umgedreht, kein verlassener, vergessener Becher Schlagobers weit und breit. Mr. Bee konnte es nicht verstehen, weil er sich regelmässig über die Massen an Schlagobers wundert, die ich so bunkere. Ich war es selbst auch. Naja. Was tut die Hausfrau von Welt – sie geht die Nachbarn kennenlernen. Nach der 5. Türe hätte ich schon fast aufgegeben, als mir der freundliche Nachbar aus dem 3. Stock die Tür öffnete und auf meine Frage nach einem Becher Schlagobers in die Wohnung hineinrief. “Brauchst du das Schlagobers heute noch?” – Die Antwort: “Nein”. Juhuu – meine Schnitte war gerettet. Mr. Bee hat einen Teil davon für meine Kollegen freigegeben. Sein Kommentar am nächsten Tag lest ihr am Schluss.

Schwierigkeitsgrad: loeffel loeffel

Zubereitungszeit: 1/2 Stunde reine Arbeitszeit (das Mousse sollte allerdings mind. 4 Stunden – besser über Nacht kühlen)

Zutaten für eine kleine Schnitte (halbes Blech) – für ein Blech bitte doppelte Masse verwenden:

Für das Kakaobiskuit:

  • 60 g glattes Mehl
  • 120 g Feinkristallzucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 3 ganze Eier
  • 15 g Kakaopulver

Maronimasse (für das Mousse und Deko):

  • 200 g Maroni (geschält) – Esskastanien
  • 30-40 ml Milch
  • 2 EL Staubzucker (Puderzucker)
  • etwas Rum

Für das Maroni-Schokolademousse:

  • 2 Eidotter
  • Vanillezucker
  • Salz
  • 3 EL Maronimasse
  • 90 g Bitterschokolade (Kuvertüre)
  • Cognac
  • 3/16l Schlagobers (Sahne)

Für die Dekoration:

  • 400 g Schlagobers (Schlagsahne)
  • Ribiselmarmelade (Johannisbeermarmelade)
  • Schokoblättchen

Zubereitung:

Für den Kuchenboden:  Ein Backblech mit Backpapier belegen. Zuerst die Eier mit Feinkristallzucker und Vanillezucker über Wasserdampf auf ca. 50 Grad aufschlagen und danach in der Küchenmaschine ordentlich schaumig aufschlagen. Ich hab meine Kenwood Cooking Chef zur Hilfe genommen und die Eier mit dem Kristallzucker bei 35 Grad aufgeschlagen. Es geht aber auch ohne Wasserdampf, da bleibt die Masse nur ein kleines bisschen sitzen, aber wird auch super flaumig. Danach das Mehl vermengt mit dem Kakao einrühren.

Eine Backform mit Backpapier auslegen und die Masse einfüllen. Bei 200 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 10-15 Minuten backen. Unbedingt die Nadelprobe machen.

Danach aus dem Rohr und mit Hilfe des Backpapiers aus der Form nehmen und auf einem Rost auskühlen lassen. Danach wieder in die Form geben.

Für das Maroni-Schokoladenmousse:

Eidotter mit einem halben TL Vanillezucker und einer kleinen Prise Salz gut schaumig aufschlagen. Die Schokolade in Stücke schneiden und über Wasserdampf in der Schmelzschale schmelzen. Die Schokolade (nicht zu heiß) mit der Eidottermischung glatt rühren und ein paar Spritzer Cognac einrühren. 3 EL der Maronikernmasse (siehe gleich) untermischen.

Obers cremig schlagen und unter die dunkle Schokoladenmasse ziehen. Dabei sollte die Masse aber nicht mehr zu warm sein, sonst fällt das Obers zusammen.

Für den Maronireis:

Die geschälten Maroni, die Milch, etwas Staubzucker mit dem Stabmixer aufmixen. Mit Hilfe von Milch kann man die gewünschte Konsistenz individuell regulieren. Er sollte aber jedenfalls nicht zu flüssig werden, sonst lässt er sich nicht mehr formen. 20 ml auf 100 g sind meiner Meinung nach ziemlich ausreichend. Zucker kann man ebenfalls nach Belieben mehr oder weniger nehmen. Mit Rum abschmecken.

Das Schlagobers steif schlagen und in einem Spritzbeutel mit Sterntülle füllen.

Den ausgekühlten Boden auseinanderschneiden und mit Ribiselmarmelade bestreichen, danach die zweite Hälfte wieder aufsetzen. Alles wieder in die Form geben und mit dem Mousse bestreichen. Danach noch das Schlagobers auftragen. .

Vor dem Servieren mit dem Maronireis (ich presse ihn durch die Erdäpfelpresse mit kleinem Locheinsatz) garnieren und mit Schokostreusel bestreuen. Fertig ist die fluffigste Maronischnitte aller Zeiten.

Die Maronischnitte ist wahnsinnig saftig und bleibt es auch noch tagelang. Mr. Bee meinte: “Ich hab zu viel abgegeben!! Du musst bald wieder eine Maronischnitte machen.”

Maronischnitte

Maronischnitte

Maronischnitte

 

 

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