Was darf bei einem Thanksgiving Menü nicht fehlen? Ganz klar – der Truthahn (Turkey). Als klassische Beilagen habe ich Rotkraut und Semmelknödel mit Cranberries, Maroni und Pistazien serviert. Die waren himmlisch flaumig mit pikanter Note. Das Geheimnis am Truthahn liegt darin, ihn nicht trocken zu garen. Mit meiner Methode wird er wunderbar saftig und außen schön knusprig. Wer mag kann eingekochte Cranberries oder Preiselbeeren dazu essen. Mein Truthahn war übrigens 5 Kilo schwer und wir konnten ihn zu acht nicht aufessen. Es war danach noch genug da, um für jeden ein Doggybag zu machen. Ich hab mit der restlichen Brust am nächsten Tag einen Curry-Truthahnsalat mit Ananas gezaubert. Hier geht´s zum kompletten Thanksgiving – Menü.

Schwierigkeitsgrad:  

Zubereitungszeit: 4-5 Stunden

Zutaten für 8 Personen:

  • 5-6 kg ganzer Truthahn
  • Salz
  • Pfeffer
  • ein Apfel
  • mind 1 Liter Hühnersuppe zum Übergießen
  • ein paar Speckscheiben
  • Geschirrtuch
  • Preiselbeeren

Rotkraut:

  • 1,5 kg gehobeltes Rotkraut
  • 2 Orangen
  • 1/2 Zitrone
  • Maiskeimöl
  • 1/4 – 1/2l Rindssuppe
  • 1 El Mehl
  • 1-2 El Preiselbeeren
  • Sherryessig (Hengstenberg) oder Apfelessig
  • Zucker
  • Salz
  • 1 Apfel
  • etwas Portwein
  • eine kleine Zwiebel
  • etwas Mehl

Semmelknödel (8 mittelgroße Knödel):

  • 250 g Semmelwürfel
  • 60g Butter
  • 60 g Zwiebel
  • 200 ml Milch
  • 40 g Mehl griffig
  • 3 Eier
  • Salz
  • 10 Stk. gekochte Maroni (etwas zerkleinert)
  • eine Handvoll Cranberries
  • Pistazien

Zubereitung:

Für den Truthahn:

Truthahn waschen und innen und außen kräftig mit Salz und Pfeffer einreiben. In die Bauchhöhle geviertelte entkernte Apfelspalten stecken.

Truthahn auf der Brustseite mit Speckscheiben belegen, in einen großen Bratentopf geben und über diese dann am besten ein mit Hühnersuppe befeuchtetes Geschirrtuch breiten. 100 ml Hühnersuppe über das Tuch gießen und im auf ca. 170 °C vorgeheizten Backrohr (Ober/Unterhitze) zunächst 1/2 Stunde lang braten.
Den Truthahn immer wieder mit Hühnersuppe begießen und je nach Größe für 3 bis 4 Stunden auf etwa 150 bis 160 °C langsam garen, wobei das Tuch regelmäßig mit der Suppe befeuchtet werden muss. Man rechnet pro Kilo ungefähr eine Stunde. An den Schenkeln einstechen damit das Fett austreten kann.
Etwa 30 Minuten vor Bratende das Tuch und die Speckstreifen entfernen. Die Temperatur auf 200-220 °C erhöhen und ohne weiteres Aufgießen fertig braten, bis die Haut braun ist. Bratensaft abgießen, entfetten. Zum Schluss den Truthahn auf einen Rost legen mit Salz-Eiswasser (Wasser mit Eiswürfel und Salz) bestreichen und nochmal richtig aufknuspern! Bei offenem Rohr kurz rasten lassen.

Den Saft abgießen, entfetten (einfach mit einer Kelle abschöpfen) und mit Salz abschmecken. Wer mag kann ihn noch mit etwas Mehl binden!

Für die Knödel:

Butter schmelzen und den klein geschnittenen Zwiebel darin leicht anrösten. Die Eier mit der Milch gut verschlagen, salzen und über die Semmelwürfel gießen. Gut vermengen und alles für ein paar Minuten anziehen lassen. Zum Schluß das Mehl, die Cranberries, Pistazien und Maroni unterheben. Mit nassen Händen Knödel formen. Im Dampfgarer oder Schnellkochtopf mit Dampfeinsatz für 10 Minuten garen.

Auf dem Bild habe ich doppelte Menge gemacht!

Rotkraut:

Rotkraut fein hobeln oder fein schneiden und kräftig salzen. Mit dem Saft von 2 Orangen und 1/2 Zitrone übergießen. Alles kräftig durchmischen, Man kann es auch ein wenig kneten. (Am Besten mit Wegwefhandschuhen – wenn man die nicht zur Hand hat die gefärbten Hände nachher mit Zitronensaft einreiben, dann geht die rote Farbe wieder weg.) Einige Stunden rasten lassen, aber immer wieder durchmischen. Nach 1 Stunde mit etwas Sherryessig (oder Apfelessig) würzen (2-3 El). Öl erhitzen und den Zwiebel glasig anschwitzen. Zucker hinzufügen und leicht karamellisieren lassen. Mit etwas Rotwein und Rindssuppe ablöschen. Rotkraut hinzufügen und zugedeckt dünsten lassen. Falls nötig etwas Rindssuppe nachgießen. Zum Schluß 1 klein geschnittenen Apfel und je nach Wunsch 1-2 El Preiselbeeren unterrühren. Mit Salz abschmecken.

Um Bindung zu erhalten kann etwas in Wasser aufgelöstes Mehl untergerührt werden!

Tipp: Man kann auch Weintrauben, Maroni, Birnenstücke, etc. untermengen um dem Kraut eine besondere Note zu geben.

Er war einfach himmlisch. Mit den Überresten habe ich am nächsten Tag einen feinen Curry-Truthahnsalat mit Ananas zubereitet. Den liebe ich.

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