Für das Muttertags-Nachfeieressen habe ich einige Dinge gekauft, die ich dann doch nicht so verarbeitet habe, wie ursprünglich angedacht. Ich habe nämlich meistens wesentlich mehr Gerichte im Kopf, als meine Gäste trotz 3 tägigem Aushungerns – weil sie ja schon wissen was sie erwartet – nicht zu essen vermögen. So habe ich Chorizo gekauft, die wir ein paar Tage später einfach so mit Brot gegessen haben. Beim Einkauf am Samstag ist mir der Geschmack der würzigen Wurst wieder in den Sinn gekommen, womit ich sie einfach auf Verdacht in den Wagen hab hüpfen lassen. Nachdem endlich mein italienischer kleiner Laden in den Burggasse seine Urlaubssperre aufgehoben hatte, konnte ich auch endlich wieder Mehl der Sorte 00 kaufen. Was war also naheliegender, als Ravioli mit Chorizofülle zu basteln. Ich liebe selbst gemachte Pasta! Aber unbedingt mit Salat esse! Die Säure gibt noch den richtigen Kick.

Schwierigkeitsgrad: loeffel loeffel

Zubereitungszeit: 2 Stunden

Zutaten für 2 Personen:

Für die Ravioli:

  • 200g Mehl (Type 00)
  • 2 Eier Medium
  • 2 El Olivenöl
  • etwas Maiskeimöl
  • 125 g braune Champigons
  • 100 g Chorizo
  • ein kleiner roter Zwiebel
  • 1 Jungzwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 El Ricotta
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Zitronensaft
  • 1 Eidotter
  • 1 El Milch
  • Olivenöl

Topping:

  • Parmesan
  • Salat 
  • etwas zerlassene Butter (ca. 50 – 100 g)
  • Salbei

Beilage:

  • grüner bunter Salat
  • Balsamicoessig
  • etwas Zucker und Salz
  • Olivenöl
  • Zubereitung:

Für den Teig alle Zutaten verrühren und ordentlich kneten. Ich habe den Teig per Hand geknetet. Wirklich lange. Aber mindestens 10 Minuten. Dann sollte man eine Backschüssel mit heißem Wasser ausspülen, abtrocknen und den Teig zugedeckt in der Schüssel für mindesten 1 Stunde ruhen lassen! Danach kann man ihn wunderbar verarbeiten.

Durch die Nudelmaschine laufen lassen (zuerst Stufe 2) und dann bis mind. Stufe 7. Er wird wunderbar geschmeidig und hauchdünn. Ich habe es sogar bis Stufe 9 probiert, aber für Ravioli ist das zu dünn. Ich habe nämlich zum Vorkosten 4 Testravioli in verschiedenen Stärken angefertigt und wir haben in der Verkostung Nr. 7 für die beste erkoren.

Für die Fülle:

Eine Stange Jungzwiebel in Ringerl, den Knoblauch und eine kleine rote Zwiebel in kleine Würfel schneiden, die Chorizo in Quadrate schneiden.

Den Zwiebel und Knoblauch in etwas Olivenöl goldbraun braten. Die in kleine Würfel geschnittenen Champignons mit Zitronensaft beträufeln, hinzufügen und ebenfalls bräunen lassen. Den Jungzwiebel erst gegen Ende der Garzeit untermengen. Ebenso die Chorizo, weil sie sonst hart wird. Den Ricotta unterrühren. Mit Pfeffer und etwas Salz würzen.

Mittels Raviolipresse die gefüllten Ravioli formen. Ich habe diesmal alle 3 Größen der Raviolipresse verwendet. Zum Verkleben der Ränder Eidotter mit Milch verwenden. Jaja kein Wasser. Pff. Den Teig  über die Presse legen (eventuell schon in passende Quadrate schneiden). Mittig etwas von der Fülle auftragen (nicht zuviel damit der Teig beim zusammendrücken nicht reisst). Den durchscheinenden Rand der Form – mittels Zeigefinger – mit etwas der Eidotter/Milch-Mischung befeuchten. Durch Zusammendrücken verschließen und den überschießenden Teig entfernen.

Reichlich Wasser (nur leicht gesalzen) in einem großen Topf erhitzen und die Ravioli solange kochen bis sie oben schwimmen. Dauert maximal 3 Minuten. Mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben.

Für das Topping:

Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und Salbei darin anbraten. Die abgetropften Ravioli darin schwenken und anrichten. Mit Salat (man kann ihn mit etwas Balsamico und Olivenöl marinieren) und frisch gehobeltem Parmesan anrichten.

Wer mag kann wesentlich mehr Salbeibutter machen und die Ravioli richtig schwimmen lassen!

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