Wie wäre es mit Lammfilet und Brokkolipüree? Dazu noch feine Balsamico-Rotweinzwiebeln und Speckfisolen? So oder so ähnlich hab ich Mr. Bee am Telefon mein Vorhaben offenbart. “Klingt eh nicht schlecht”, hat er gemeint und zufrieden gebrummt. Ich hab keine Ahnung mehr, wie diese Kombination in meinem Kopf entstanden ist. Oft sind es spontane Gelüste und Eingaben beim Einkaufen. Grün – rosa sollte der Teller werden. Und wunderbar schmecken. Ich will mich ja nicht selbst loben, aber in dem Fall hat es Mr. Bee übernommen. So viele Küsschen wie für diesen Teller hab ich schon lang nicht mehr bekommen. Vor allem die Kombination Erdäpfel mit Brokkoli als Püree und die Speckfisolen waren hervorragend. Ich darf ja die perfekten Gabeln von Mr. Bee nie abfotografieren, um sie euch zu zeigen. Aber er bastelt sich immer einzelne Häppchen, wo von jeder Zutat etwas dabei ist.  Manchmal sind es sogar kleine Kunstwerke. Irgendwann mache ich heimlich ein Foto. Ich verspreche es.

Schwierigkeitsgrad: loeffel loeffel

Zubereitungszeit: 1 Stunde

Zutaten für 2 Personen:

Balsamicozwiebel:

  • 250 g Schalotten
  • etwas Tomatenmark (1 TL)
  • 1 – 2 EL Zucker
  • 1/8 l Rotwein
  • 1/16 l Balsamicoessig
  • 1/16 l Rindssuppe (wenn nicht zur Hand: etwas Suppenwürfel)
  • Salz
  • Pfeffer

Für das Püree:

  • 300g mehlige Erdäpfel
  • 100 – 150 g Brokkoli (im Dampfgarer gekocht)
  • ¼ l Obers
  • etwas Milch (bei Bedarf etwas mehr Milch unterrühren)
  • 100 g Butter
  • Muskatnuss
  • Salz

Für die Speckfisolen:

  • frische Fisolen (ca. 200g) in Salzwasser blanchiert
  • 12 Scheiben Bauchspeck

Zubereitung:

Das Fleisch erst zum Schluss braten, wenn der Rest schon im Endspurt ist!

Für das Püree:

Erdäpfel schälen, klein schneiden und in Wasser kochen bis sie weich sind. Die Butter in einem Topf zum Schmelzen bringen und das Obers und etwas Milch unterrühren. Die gar gekochten Erdäpfel abgießen, stampfen und mit der Milch, der Butter und dem Obers vermengen. (Bei Bedarf etwas Milch oder Obers nachgießen.) Zum Schluss den gekochten Brokkoli darunter stampfen. Es können ruhig grössere Stücke übrig bleiben. Mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

Für die Balsamico-Rotweinzwiebel:

Die Schalotten abziehen. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zucker einstreuen und leicht karamellisieren lassen. Das Tomatenmark hinzufügen, umrühren und mit etwas Balsamicoessig ablöschen. Den Rinderfond, den Wein und die geschälten Schalotten hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und reduzieren. Eventuell noch mit Zucker abrunden.

Für die Speckfisolen: Die geputzten Fisolen in Salzwasser blanchieren. Danach in Speck wickeln und in der Grillpfanne kurz anbraten bis der Speck knusprig ist.

Für das Fleisch:

Die Lammfilets mit Lammgewürz würzen und in einer Pfanne von allen Seiten – mit frischem Rosmarin und Knoblauch –  anbraten. Das Fleisch sollte aussen Röstaromen bekommen. Immer wieder drehen. Das Fleisch ist nicht dick, deshalb ist es auch schnell durch. Unbedingt den Drücktest machen, wie weit das Fleisch innen schon gegart ist. Ist der Widerstand so als würde man sich auf die Nase drücken ist es perfekt. Bei einem Widerstand als würde man auf die Lippen drücken ist es definitiv noch zu roh. Sollte es sich anfühlen wie die Stirn, dann hat man es leider totgebraten. Also wirklich aufpassen. Danach in eine Auflaufform geben, abdecken und noch 10 Minuten ruhen lassen. Das Fleisch sollte innen noch schön rosa sein.

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