Die Kardinalschnitte ist ja mittlerweile meine Signature Mehlspeise und hat in meinem Freundeskreis bereits Kultstatus. Bei jedem Fest ist sie immer noch das meist gewünschte Mitbringsel. Ob ich sie wohl mit der Kardinalstorte neu überraschen kann? Die von mir für eine Dinnerfolge, als kleine Nachspeise erfundenen Kardinalspitzen, erfreuen sich ja bereits großer Beliebtheit. Warum also nicht noch ein Stufe drauflegen und eine mehrstöckige Torte zaubern? Solche Experimente ware ich aber am liebsten mit der Familie. Es könnte ja doch etwas schief gehen und der von mir geplante Turm eher zum schiefen Turm von Pisa mutieren. Deshalb hab ich mir für den Erstversuch den Family-Sonntag ausgesucht. Der Plan: 6 Böden aus der Kardinalschnittenmasse mit klassischer Fülle, Pistazien und Himbeeren. Ich hätte nicht gedacht, dass mein Versuchsobjekt so wunderschön wird. Ein richtiger Hingucker, der für viele Ahhs und Oohs gesorgt hat und umwerfend geschmeckt hat. Wider erwarten konnte man die wirklich hohe Torte auch problemlos und wirklich schön schneiden. Geschmacklich und optisch also ein Traum! 

Schwierigkeitsgrad: 

Zubereitungszeit:  Backen: 15-20 Min. (2 Stunden auskühlen lassen)

Zutaten für eine Kardinalschnitte:

weiße Masse:

  • 200g  Kristallzucker
  • 8 Eiklar
  • etwas Essig

gelbe Masse:

  • 8 Eidotter
  • 2 ganze Eier
  • 60g Staubzucker (Puderzucker)
  • 50g Mehl
  • Vanillezucker
  • 2 Msp. Backpulver

Füllung:

  • Ribiselmarmelade (Johannisbeergelee)
  • Himbeermarmelade (als Gelee)
  • 400 ml Schlagobers (Sahne)
  • 125 g Himbeeren
  • Pistazien gehackt

Tipp: Nicht ganz frische Eier verwenden, da die weisse Masse sonst nicht steif genug wird. Nach dem Backen kann sie sonst  unter Umständen etwas „glasig“ aussehen und etwas gummiartig schmecken. (Muss aber nicht sein!!!)

Für die weiße Masse:

Eiweiß steif schlagen, dann erst Kristallzucker hinzufügen und mind. 10 Minuten schlagen, 1 TL Essig hinzufügen und unterschlagen. (Hilft, dass das Eiweiß nicht zusammenfällt.)

Für die gelbe Masse:

Eigelb extrem schaumig aufschlagen, dann erst Vanille- und Staubzucker hinzufügen und ganz zum Schluß Mehl und Backpulver unterheben.

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3 Backbleche jeweils belegt mit Backpapier bereit legen. Mit Hilfe einer Tellers und eines Messers (Bleistift geht auch) Kreise vormalen, damit man ungefähr die gleiche Größe der Böden erreicht. Danach die weisse Masse in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen.

Zuerst die weiße Masse auftragen (Kreis und ein Punkt in der Mitte) und die gelbe Masse dazwischen gießen. Ich nehme dazu schon ein Gefäß mit Schnabel.

Danach nacheinander bei 150 Grad Umluft im Rohr braun backen. Dauert 15-20 Minuten pro Boden.

Auf einem Rost auskühlen lassen. Danach Schlagobers steif schlagen. Wichtig ist die Böden zuerst außen zu lösen, dann lässt es sich super abziehen. Die weiße Masse muss aber wirklich solange gebacken werden bis sie aussen hart wird. Sonst kleben alle Finger! Die wunderschöne Tortenplatte ist übrigens aus der Serie Cellini von Villeroy und Boch.

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wurde mir von Villeroy und Boch zur Verfügung gestellt

Den ersten Boden auf eine Platte setzen. Zuerst Ribiselmarmelade (Gelee) auf die gelbe Masse auftragen. Wahlweise auch Himbeermarmelade. Ich habe die Böden abwechselnd bestrichen.

Danach Schlagobers darauf geben und schön gerade streichen.

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Jetzt Boden für Boden der Kardinalstorte aufeinander stapeln. Zum Schluss mit Himbeeren dekorieren.

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Sie lässt sich auch super anschneiden. Sieht der Anschnitt der Kardinalstorte nicht himmlisch aus?

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