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Wenn ihr mich nach meiner absoluten Lieblingssuppe fragt, dann brauche ich nicht lang nachdenken. Eigentlich gar nicht nachdenken. Schon seit Kindertagen ist die Französische Zwiebelsuppe auf meiner Beliebtheitsskala unangefochtene Nummer eins. Bemerkt ihr meinen Hang zu Zwiebel? Zwiebelrostbraten, Zwiebelsuppe… Aber nicht die elendige Packerl-Zwiebelsuppe, die man gut und gerne in manchen Restaurants und  vorzugsweise bei uns in der Kantine serviert. Wenn ich diese blassen Suppen mit einem Hauch von Zwiebelfuzzeln schon sehe, hab ich schon gegessen. Eine perfekte Zwiebelsuppe muss karamellisiert & bernsteinfarben sein und mit einer wunderbaren Weißweinnote. Nachdem das Ostermontagsmenü ja auch gleichzeitig mein Geburtstagsfest sein sollte, hab ich mir selbst eine große Freude gemacht. Passte ja auch hervorragend zur Menüabfolge. Durch den Tafelspitz entsteht schon mal eine feine Suppe. Frittaten als Einlage wären langweilig. Kaspressknödel hatten wir erst das letzte Mal. Blieb mir also eigentlich nix anderes übrig als Zwiebelsuppe zu machen. Und wisst Ihr was? Mr. Bee, der sonst immer jammert, dass er Zwiebel nicht verträgt – va. nicht den rohen – meinte spät Abends. Die Zwiebelsuppe war übrigens das Allerbeste am Menü. Da war ich dann sogar ein wenig stolz.

Schwierigkeitsgrad: loeffel loeffel

Zubereitungszeit: 1 Stunde (mindestens)

Zutaten für 6 Personen:

  • 1 l Rindssuppe   (ohne Gemüse)
  • 2 grosse Zwiebel (bzw. 4 normal große Zwiebel)
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Pfeffer
  • Salz
  • 1 – 2 Tl Zucker
  • 1/8 l trockenen Weißwein oder mehr (ich verwende bevorzugt Grünen Veltliner)
  • 1 Schluck Cognac (2 – 4 cl)
  • 6 Scheiben Toastbrot
  • 200 g geriebener Gruyére bzw. wenn grad keiner zur Hand ist geht auch Emmentaler bzw. Bergbaron 
  • etwas Cayennepfeffer
  • Maiskeimöl

Zubereitung:

Das Rezept für die Rindssuppe findet Ihr hier. Für die Zwiebelsuppe muss die Rindssuppe allerdings komplett leer sein. Sie sollte allso keine Rüben, Karotten oder Fleisch enthalten.

Die Zwiebel halbieren und in dickere Ringe (3-5 mm) schneiden. (Sie gehen beim Rösten ohnehin noch ein!) Die Knoblauchzehe in kleine Stückchen schneiden. Etwas Maiskeimöl in einer Edelstahlpfanne (sehr wichtig! – wegen der Röstaromen warat´s gwesen) erhitzen und die Zwiebel und den Knoblauch goldbraun rösten. Zum Schluss etwas Zucker darüber streuen und kurz karamellisieren lassen. Wie man sieht, bildet sich mit der Zeit in der Edelstahlpfanne ein schöner karamellfarbiger Belag.

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Mit einem Schluck Cognac und 1/8 l Wein ablöschen, den braunen Rückstand in der Pfanne lösen und alles in die kochende Rindssuppe einrühren. Für mindestens 20 Minuten schwach wallend kochen lassen. Bei Bedarf noch etwas Wein nachgiessen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer es gern spicy haben will, mischt schon jetzt etwas Cayennepfeffer unter. Ich streue den Cayennepfeffer allerdings gerne erst auf den Toast. Das Toastbrot mit Käse bestreuen und halbieren. Die Suppe in ofenfeste Förmchen verteilen und das Toastbrot darüber legen. Bei 220 Grad Grillfunktion überbacken.

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Hat sie nicht eine wunderbare Farbe?

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Es gibt nichts Köstlicheres, wie ich meine. Da lasse ich alles andere stehen..

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Leider ist nicht viel übrig geblieben. Gerade mal diese eine Portion für den Abend.

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