Marillenkuchen – 14

Vor ungefähr einem Monat hatte ich riesigen Gusto auf Marillenkuchen. Weit davon entfernt, dass die Marillen in Mama & Papas Garten annähernd reif gewesen wären. Wie auch? …so mitten im Juni. Doch Gusto ist Gusto und so hab ich Marillen aus Spanien gekauft. Ich brauche nicht dazu sagen, dass ich auch gleich Äpfel hätte kaufen können. Kein Geschmack, viel zu hart. Der Kuchen den ich gemacht habe war ein klassischer Gleichgewichtskuchen, wie ich ihn auch für die Muffins mache. Der Teig war super, die Marillen naja. Was dem Ganzen allerdings dann noch die Krone aufgesetzt hat, war Mr. Bee´s Kommentar. “Der schaut aber komisch aus. Ich kenn den speckiger.” Und da müssen auch Gewürze auf die Marillen!” “Meinst Du mit warmer Marillenmarmelade eingestrichen?” Nein, das glaube er nicht. Speckig halt. In seiner Kindheit haben Oma und Mama den immer irgendwie anders zubereitet. Bei der Schwiegermutter nachgefragt war dann klar – den noch warmen Kuchen mit erwärmter Marillenmarmelade einstreichen. (Hatte ich also doch recht.) Und die noch warmen Marillen mit einer Mischung aus Nelkenpulver, Zimt und Vanillezucker bestreut. Na das sollte ja hinzukriegen sein. Nachdem ich von meinen Eltern vorgestern mit reichlich frischem Gemüse und wunderbaren Marillen eingedeckt wurde, musste also heute der perfekte Marillenkuchen gebacken werden. Mr. Bee hat sein Herzchen übrigens schon aufgegessen. Super flaumig & köstlich war sein erster Kommentar. Na bin ich froh.

Schwierigkeitsgrad: loeffel 

Zubereitungszeit: 3/4 Stunde 

Zutaten für 1 große eckige Auflaufform (ich hab heute mehrere Förmchen genommen):

Teigmasse:

  • 3 Eidotter
  • 160 g Staubzucker (Puderzucker)
  • 1/16 l Öl
  • 1/16 l Wasser
  • 160 g Mehl
  • 1/4 Packung Backpulver
  • 3 Eiklar
  • Salz (Prise)

Zum Bestreuen:

  • Nelkenpulver (eine Prise)
  • Zimt (1/2 TL)
  • Staubzucker
  • Marillenmarmelade

 

Zubereitung:

Vorbereitung: Marillen waschen halbieren und entkernen.

Marillenkuchen – 02

Für die Teigmasse den Schnee mit einer Prise Salz steif schlagen. Anschließend Dotter, Staubzucker, Öl und Wasser schaumig rühren,

Das Backpulver in das Mehl einsieben und beides in die Dottermasse rühren. Zum Schluss vorsichtig den steifen Schnee unterheben. (reicht nur mehr mit einem Teigschaber unterrühren – nicht mehr wild mixen!)

Marillenkuchen – 04

Marillenkuchen – 05

Marillenkuchen – 08

Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Teig in die Tortenform füllen (ich spanne immer Backpapier um den Tortenboden, damit man sie dann leichter aus der Form bekommt!) und die Marillen auflegen. Nicht hineindrücken, da sie ohnehin einsinken. Beim Blech braucht man natürlich nichts drunter tun – ich mach es trotzdem, da ich dann das Blech nicht großartig abwaschen muss. Der Teig reicht jedenfalls für eine große eckige Tortenform – so wie hier:

Marillenkuchen – 2

PS: hier habe ich allerdings den Gleichgewichtskuchenteig der Muffins gemacht. Der Teig ist nach dem Backen ebenfalls sehr flauschig, aber etwas fettiger. Wie man sieht im rohen Zustand allerdings nicht so soft und weich, wie der andere. Man sollte beide Varianten probieren, um den für sich besten Marillenkuchen zu finden. Ich mag beide!!

Aber jetzt zurück zur heutigen Variante:

Im Backrohr ca. 20 Minuten backen. Bitte aber immer die Stäbchenprobe machen, da einige Backrohre schneller backen. Klingt komisch – ist aber so.

In der Zwischenzeit die Gewürzmischung anrühren, falls man wie Mr. Bee etwas Zimt, Nelken und Vanillezuckergeschmack auf den Marillen mag!

Marillenkuchen – 10

Die Marillenmarmelade in einem Topf erhitzen. Nachdem man den Marillenkuchen aus dem Ofen genommen hat die Marillen mit dieser Mischung bestreuen bzw. den Kuchen mit der warmen Marillenmarmeladen einstreichen.

Marillenkuchen – 16

Ich bin ja eher der puristische Typ und mag ihn einfach nur mit Zucker bestreut!

Marillenkuchen – 18

 

Soooo himmlisch flaumig, lecker!

Herzchen trifft Herzchen! Mit extra Zucker für die Bine.

Marillenkuchen – 21

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