Thai Cashew Chicken

Ich koche gerne. Aber ebenso gerne werde ich zum Essen eingeladen. Das am Liebsten von lieben Freunden. So habe ich mich riesig gefreut, dass Moni und J.P. (kurz für Jan Pieter) uns mit thailändischen Köstlichkeiten verwöhnen wollten. Nach einer wunderbaren Suppe wurde uns “Thai Cashew Chicken á la J.P. serviert”. Geschmacklich toll und wirklich spicy. Ganz nach unserem Geschmack. Das größte Lob für einen Koch ist jedenfalls, wenn die Gäste nach dem Rezept fragen. Wann es bei uns dazu kam? Also. Bei unserem täglichen Ritual – Anruf bei Mr. Bee was ich denn kochen solle meint dieser: “Du könntest doch so ein Hühnchen mit Cashew Nüssen, wie letztens das von J.P. kochen?” Die Erinnerung lässt ja bekanntlich rapide nach, va. wenn man so wie ich ein Hirn wie ein Nudelsieb hat. Ich hatte auf jeden Fall Lust auf Ananas und so wurde es eine Abwandlung meines spicy Huhns mit gerösteten Cashew Nüssen – ganz ok – aber natürlich so ganz und gar nicht das, was sich Mr. Bee so vorgestellt hatte. Im Nachhinein betrachtet auch klar, weil eine komplett andere Zutatenliste.

Man muss auch Niederlagen eingestehen, zumal die Messlatte dementsprechend hoch ist. Mr. Bee´s Urteil kann – wie Ihr seht – sehr hart sein. Konnte ich nur hoffen, dass ich das Rezept bekomme. J.P. hat es mir zur Verfügung gestellt – einschließlich der genauen Angaben zu den Produkten. Leider führt der Asia Laden in der Zieglergasse das Sambal Manis von Conimex nicht, allerdings eine andere Sorte, was beim ersten Versuch zu einem wahnsinnigen Hustenanfall geführt hat. Beim Anbraten des marinierten Fleisches stiegen derartige Chili-Dämpfe auf, dass ich fast erstickt wäre. Echt kein Scherz. Es war wirklich heftig. Sogar Mr. Bee ist besorgt aus seiner Kommandozentrale gestürzt. Dankenswerter Weise war J.P. so lieb und hat mir das Wok-Öl von Conimex und Sambal Manis mitgebracht und diesmal wurde nur ganz leicht gehustet. Man muss aber jedenfalls den Dunstabzug einschalten, wenn man so wie ich scheinbar empfindlich auf die ätherischen Dämpfe ist. Aber kein Vergleich zum Erstversuch.

Und es zahlt sich aus.  Ein großartiges Gericht, das ich auch gerne zu Dorothées 3. Bloggeburtstag beisteuern möchte. Bushcook – alles, alles Liebe zum Geburtstag und noch weiterhin viel Spaß, tolle Gerichte und großartige Eventbeiträge, wie in den vergangenen Jahren. Freue mich immer wieder sie zu lesen. Und natürlich auch darauf Dich bald mal wieder zu sehen!

Hier zu meinem Beitrag:

Zutaten für 2 Personen:

  • 350g Hühnerbrust
  • 1 Zwiebel, rot
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebel
  • 1 Paprika (Farbe nach Belieben)
  • 1-1 1/2 Stangen Zitronengras
  • 1 1/2 EL Ingwer geschält, fein geschnitten
  • 2 El Sambal Manis (Conimex)
  • 2 EL Wok-Öl
  • 3 El Oystersauce
  • Cashew Nüsse (Menge nach Belieben)
  • 1 Tasse Basmatireis
  • 2 Tassen Wasser
  • etwas Butter
  • Salz
  • 3 bunte Karotten
  • Chiliflocken
  • Honig
  • wer mag kann am Schluss auch noch pfeffern

Zubereitung:

Das Fleisch in Würfel scheiden und mit 2 EL Sambal Manis marinieren. Alles mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.

Die Cashewnüsse in Maiskeimöl kurz rösten bis sie leicht Farbe genommen haben. Aber nicht übertreiben. Die werden schon schnell schwarz, wenn man nicht aufpasst!

Das um und auf bei diesem Gericht ist das Mise en Place. Damit es dann Rucki Zucki geht, sollten alle Zutaten schon schön geschnitten sein.

Thai Cashew chicken

Die rote Zwiebel grob schneiden. Den Jungzwiebel in feine Ringe schneiden. Das Zitronengras halbieren und in längere Teile schneiden (damit man es wieder leicht entfernen kann). Anfang und Ende des Zitronengrases dabei nicht verwenden. Wer mag kann es auch wirklich klein schneiden – dann kann man es auch mitessen. Ich mag es lieber, wenn ich es beiseite geben kann. Es bleibt auch in der kleingeschnittenen Variante leicht knusprig hart.

Öl im Wok erhitzen, das Fleisch hinzufügen und braten bis es goldbraun ist. Anschließend das Fleisch auf einen Teller geben und beiseite stellen.

Noch etwas Öl in den Wok geben und darin die roten Zwiebel auf hoher Flamme ca. 2 Minuten rösten bis sie Farbe genommen haben, anschließend das Zitronengras und den Ingwer kurz anbraten. Paprika hinzufügen 3 El Oystersauce dazu und direkt danach die Frühlingszwiebel mitrösten.

Zum Schluss das Fleisch wieder hinzufügen und alles noch einmal kurz erwärmen.

Wer mag kann in einer gesonderten Pfanne blättrig geschnittenen Karotten – ich verwende zwecks der Optik gerne bunte – in Maiskeimöl anbraten. Salzen und mit Chiliflocken und Honig abschmecken.

Alles gefällig auf einem Teller anrichten und mit Koriander bestreuen!

Thai Cashew Chicken

Ein wunderbares Soul-Food, das nicht nur die Seele erwärmt ist gezaubert!

Thai Cashew Chicken

Für alle die keinen Paprika vertragen habe ich hier auch noch eine Alternative mit Brokkoli aus meinem Erstversuch! Für mich fast sogar noch besser – ich bin aber auch ein Brokkoli-Fan! Gutes Gelingen!

Thai Cashew Chicken

3 Jahre Bushcooks Kitchen - Blog-Event Winter-Soulfood

 

 

 

 

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