Wiener Zwiebelrostbraten

Zwiebelrostbraten

Mittlerweile müssten es eigentlich schon alle wissen. Es gibt ein Gericht, das ich schon seit Kindheitstagen einfach liebe. Sobald ich ihn auf einer Speisekarte erblicke – schon wird er bestellt. Es sei denn ich weiß, dass der Koch kein Spezialist in Sachen “Rostbraten kurzgebraten” ist. Weil dann kann er ganz schnell furchtbar schmecken. Für alle die es noch nicht wissen – meine absolute Liebelingsspeise ist: Tataaaa!!! DER ZWIEBELROSTBRATEN. Entgegen weitverbreiteter Gerüchte wird ein “echter” Zwiebelrostbraten nicht gedünstet. Nur Köche, die kein Händchen für´s  vorhin genannte Kurzbraten haben bzw. eben ahnungslos sind, dünsten ihn zu Tode. Das nächste Kriterium für einen tollen Zwiebelrostbraten: Die Zwiebel obenauf müssen schön knusprig sein! Kein Zwiebelgatsch. Keine ausgebackenen Zwiebelringe, wie man sie derweil in Dorfwirtshäusern findet. Und ganz wichtig: Die Sauce – schön gehaltvoll, würzig, cremig. Mein Vater liebt ihn so sehr wie ich (Vererbung?) und von ihm stammt auch der Satz: Ein gutes Lokal erkennt man an seinem Zwiebelrostbraten. Kurz gebraten, innen zartrosa, krosse Zwiebel und eine traumhafte Sauce. Den für meinen Geschmack besten Zwiebelrostbraten gibt´s  im Gasthaus SODOMA in Tulln, gleich gefolgt vom Rindfleischpapst PLACHUTTA und dann kommt auch schon das Gasthaus ZUM GOLDENEN SCHIFF, ebenfalls in Tulln. Aber auch mein Zwiebelrostbraten ist wirklich super lecker. Drum möchte ich Euch heute mal Bines ganz besonderes Zwiebelrostbratenrezept verraten.

Schwierigkeitsgrad: loeffelloeffelloeffel

Zubereitungszeit: 1 Stunde

Zutaten für 2 Personen:

  • 400 g Rostbratenried oder Beiried
  • 500 g Zwiebel
  • Maizena
  • Butter
  • 200 ml Rindssuppe
  • Salz
  • Pfeffer, schwarz aus der Mühle
  • Paprikapulver
  • Mehl
  • Öl zum Backen
  • Balsamicoessig
  • Tomatenmark
  • 1/16l Rotwein
  • Zucker
  • Erdäpfel, festkochend
  • 1 großes Essiggurkerl

Zubereitung:

Erdäpfel schälen, in Viertel schneiden und in kochendem Wasser kernig kochen. Abseihen und zur Seite stellen.

Zwiebel in dünne Ringe schneiden (mit dem Messer, Hobel oder Schneidemaschine). Nicht zu dick und nicht zu dünn (ca. 3mm dick). Mehl mit etwas Paprika mischen und die Zwiebelringe darin leicht wenden. Öl in Topf erhitzen und die Zwiebelringe unter ständigem Rühren (mit einer Gabel) ausbacken. Mit einem Schaumlöffel herausheben und auf Küchenkrepp zum Abtropfen verteilen. Leicht salzen.

Für die Sauce. 1 Zwiebel halbieren und an den Schnittflächen in Öl schön bräunen. Zucker und 1 gehäuften TL Tomatenmark hinzufügen und kräftig durchrösten. Mit einem Schuß Balsamicoessig und dem Rotwein ablöschen. Alles mit Rindssuppe aufgießen und einkochen lassen. Ein paar mehlierte Zwiebelringe (3.4) und wenige geröstete Zwiebelringe untermischen und nochmal einkochen lassen. Eventuell Wasser oder Rotwein nachgießen. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Das Backrohr auf 100 °C Ober/Unterhitze vorheizen.

Der Rostbraten sollte wirklich schön abgelegen sein. Kein frisch aufgeschnittenes Fleisch verwenden, das noch super rot ist! Sonst habt ihr anschließend eine gebratene Schuhsohle auf dem Teller!! Den Rostbraten in einer unbeschichteten Pfanne von beiden Seiten rasant anbraten. Salzen und pfeffern und noch einmal wenden. In Alufolie wickeln und kurz im Rohr bei 100 °C rasten lassen (ca. 5 Minuten). Perfekt ist er, wenn er innen noch einen zartrosa Kern hat!!!

In der Zwischenzeit den Bratenrückstand in der Pfanne mit Wasser oder Rindssuppe lösen und in die Sauce mengen. Den Rostbraten aus dem Rohr nehmen und den ausgetretenen Saft ebenfalls zur Sauce gießen. Nochmal kurz einkochen lassen und mit etwas Butter montieren. (Sauce abseihen) Wer mag kann den Rostbraten nochmal kurz in der Sauce aufkochen.

Zeitgleich sollte man auch noch die Erdäpfel im verliebenen Zwiebelöl ausbacken.

Aus dem Gurkerl einen Fächer schneiden. (Ist ein absolutes MUSS für einen richtigen Wiener Zwiebelrostbraten!)

Als Salattiger brauch ich auch immer einen frischen Salat zum Rostbraten. Heute gab´s Endiviensalat mit Balsamico-Kürbiskernöldressing. (Die Marinade besteht aus: 3 El Balsamicoessig, 1/2 TL Salz, etwas Zucker und 4 EL Kürbiskernöl)

Mehr Fotos zum Zwiebelrostbraten findet Ihr in der Foodgallery.at!

Zwiebelrostbraten

Zwiebelrostbraten

 

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